Dipl.-Ing. für Architektur, Baubiologe und Sachverständiger
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Quintessenz
Dummy

Alles ist vorhanden!

 

Sollte alles vorhanden sein, dürfte es nichts Neues geben.
Diese Feststellung entspricht unserer täglichen Beobachtung, und steht im krassen Widerspruch zum Titel.

In meinem Aufsatz versuche ich die Aussage des Themas u.a. anhand der Semantik deutscher Sprache zu belegen. Dabei bitte ich zu beachten, dass es sich um eine „Sichtweise“ handelt. Wer mag, darf gerne eine Andere einnehmen.


Einführung:

Nicht nur die deutsche Sprache besteht aus Begriffen, welche im Gebrauch sehr unterschiedlich verwendet werden. Die Bedeutung von Wörtern oder Zeichen wird mit dem Begriff „Semantik“ bezeichnet. Darüber hinaus kann es noch andere Bedeutungen geben, welche aus der Sinnhaftigkeit zusammengesetzter Wörter entsteht. Es macht Spaß, Wörter “wörtlich“ zu nehmen. Bei diesem Vorgang zeigt sich ein häufig anderer oder zusätzlicher Sinn eines Begriffs. Wir erfahren Hintergründe, welche uns bei oberflächlicher Nutzung von Worten nicht bewusst sind. Diese Erkenntnis nutze ich, um an einigen Beispielen Hinweise zum anstehen Thema zu machen.


Grundsätzliches zum Thema.


Die Idee, dass alles vorhanden ist, ist nicht neu. Sie findet sich in vielen Aussagen aus alter Zeit oder ist aus ihnen ableitbar. Der Idee liegt zu Grunde, dass die Annahme eines “Schöpfers“ besteht. In z.B. christlicher Lehre sind Menschen “Sein Fleisch und sein Blut“. Das bedeutet, dass wir ein Teil bzw. ein Aspekt des „Entwicklers“ sind. Auch alles weitere ist entsprechend der Schöpfung ein Aspekt des „Herstellers“. Alle die verwendeten Begriffe werden vereinfacht mit dem Begriff „Gott“ bezeichnet. Da Gott als Person aus meiner Sicht nicht existiert, verwende ich den Begriff: „göttliches Sein“. Dieses ist alles was ist. Da nicht mehr sein kann als das was ist, kann es nichts Neues geben.

Rupert Sheldrake hat als Naturwissenschaftler und promovierter Biochemiker den Begriff der „morphogenetischen Felder“ geprägt. Er basiert auf dem Postulat der „formgebenden Verursachung“. Ich versuche, seine Hypothese mit der im folgenden formulierten Erläuterung zu untermauern.


Was ist „Neu“?


Unsere Beobachtung zeigt, dass entstehen kann oder da ist, was vorher noch nicht da war. Es gibt die Möglichkeit, dass ersetzt wird, was in ähnlicher Form vorhanden war. Wir bezeichnen diese Beobachtung mit dem Begriff „Neu“

Um Neues zu schaffen, benötigt es einer Idee. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen „idéa“ und gibt uns in seiner Semantik erste Hinweise zum Thema. Idéa bedeutet „Gestalt annehmen“ oder das „Urbild“ von etwas zu sein. Wir erfahren aus dieser Bedeutung, dass eine Idee nichts neues ist, sondern eine Manifestierung von vorhandenem ist. Die Manifestation nimmt im Geist „Gestalt an“. Erst nach diesem Prozess kann aus der Idee eine Umsetzung werden. Diese Manifestation erscheint uns als „Neu“, obwohl es nichts anderes ist als die Umsetzung einer Idee. Damit schließt sich der Kreis.  Wir erkennen, dass „Neu“ nichts anderes ist, als das Ergebnis des Prozesses der Umsetzung einer Idee. Sie ist die Umsetzung eine vorhandenen Urbildes bzw. des göttlichen Seins ist.

Die Tatsache, dass der Begriff „neu“ dekliniert werden kann, weist darauf hin, dass neu kein Anspruch auf Absolutheit hat. Wenn etwas neuer ist, wird Altes ersetzt. Das neueste erhält seinen Anspruch, bis Neueres kommt. Die Feststellung zeigt, dass neu lediglich die Folge eines Prozesses ist, welcher unendlich weitergeführt werden kann. „Neu“ hat die Implikation der Zeit und somit einen Ursprung.


„Begriffe“ oder „Worte“


In der Sprache werden Begriffe verwendet, welche in vielfältiger Weise auf die Tatsache hinweisen, dass alles vorhanden ist. Wir müssen uns die Mühe machen, tiefer in den Hintergrund der Begriffe einzusteigen. In den folgenden Beispielen zeige ich auf, wie meine Aussage zu verstehen ist.

Erhalten:
In dem Begriff steckt das Wort „halten“. Was nicht vorhanden ist, kann ich nicht bekommen bzw. (fest)halten. Wenn wir den Begriff im Sinne einer Beibehaltung verstehen, ist alles noch relativ klar. Der Begriff wird auch verwendet, wenn es darum geht, etwas zu bekommen. Auch wenn es für mich neu ist, war es vorher schon da. Die Erkenntnis der Entstehung ist für viele nicht relevant. Wer diese zurückverfolgt, wird unabhängig von der materiellen Erstellung auf den Begriff „Idee“ zurückgeführt.

Erkennen:
Wir finden hier den Begriff „kennen“. Wir meinen, dass wir Neues entdeckt haben. Es ist aber nur für uns neu. Demzufolge war es vorhanden. Wenn wir nichts davon wissen, dass andere die Erkenntnis erlangt haben, untermauert die Erkenntnis vordergründig den Eindruck, einen Zusammenhang hinzugewonnen zu haben. In Wahrheit ist es nichts anderes als ein Vorgang, Vorhandenes „gesehen“ oder z.B. „begriffen“ zu haben.

Erfinden:
Dieser Begriff steht in klassischer Weise für einen Vorgang, welcher der Entdeckung von Neuem entspricht. Das Patentrecht definiert, dass es grundsätzlich Neu sein muss. In dem Begriff erkennen wir das Wort „finden“. Dieses weist auf das Ergebnis einer Suche hin. Was nicht vorhanden ist, kann zwar gesucht aber nicht gefunden werden. In Schlussfolgerung muss vorhanden sein, was gefunden werden kann. Hier wird uns deutlich vor Augen geführt, in welchem krassen Gegensatz das allgemeine Verständnis eines Wortes zu seiner einfachen Bedeutung steht.

Erfahren:
Mit diesem Begriff wird üblicherweise verbunden, dass wir Neues zur Kenntnis bekommen. Im Unterschied zum Begriff „er-kennen“ finden wir das Wort „Fahren“. Dies deutet darauf hin, dass die Erfahrung die Folge einer Bewegung ist. Es muss vorher ein Prozess stattgefunden haben. Hierbei ist es unerheblich, ob er durch eine Vorwärts-oder eine Rückwärts-Bewegung entstanden ist. Ob ich eine positive oder negative Erfahrung gemacht habe, ist dabei unerheblich. Durch die Umsetzung dieser Erkenntnis aus der Erfahrung kann etwas positives für mich entstehen. In jedem Fall kennzeichnet der Begriff die Tatsache, dass nichts absolut Neues die Grundlage für eine Erfahrung ist. Was nicht vorhanden ist, kann nicht erfahren werden!

Entdecken:
Mit diesem Wort verbinden wir, auf Neues gestoßen zu sein. Wenn wir das Wort teilen, finden wir den Begriff „decken“. Wie die „Decke“ geht es darum, dass etwas verdeckt ist. Wenn wir sehen wollen was sich unter der Decke verbirgt, müssen wir die Decke entfernen. Erst dann sind wir in der Lage, das darunter liegende zu beobachten. Dies muss vorher schon vorhanden gewesen sein. Und wieder erkennen wir, dass nichts neu ist, was uns neu erscheint.


Es gibt hunderte von Wörtern und Begriffen, welche die Erkenntnis implizieren, dass bereits alles vorhanden ist. Jeder kann weitere Geheimnisse aufdecken.  In der Sprache werden uns viele Hinweise gegeben, welche mein Thema bestätigen.

Zum Ende dieses Abschnitts mache ich noch einen kleinen Ausflug in die Zahlensymbolik. Auch hier erkennen wir, an welchen Stellen wir weitere Hinweise bekommen können, um mein Postulat des Themas zu bestätigen.

Neun (9)
In der Schreibweise der Zahl steckt der Begriff „Neu“. Die Neun entspricht der höchsten Schwingung, welche existiert. Sie symbolisiert die Vollkommenheit und göttliches Bewusstsein. Die Quersumme der Neun, also die Addition der einzelnen Zahlen, ergibt immer wieder die 9. Dieses mathematische Phänomen deutet darauf hin, dass es sich bei der Zahl um eine neutrale, universelle, absolute Zahl handelt, welche ihre Eigenschaften für den unbedarften Anwender verdeckt. Wenn wir das Geheimnis entschlüsseln, finden wir wiederum einen Hinweis darauf, dass nichts wirklich neu und somit immer da ist.


Schlussbetrachtung.

Wer ein „göttliches Sein“, die Existenz eines Schöpfers oder „alles was ist“ sucht, wird in jedem Bereich unseres wahrnehmbaren oder unbewussten Seins fündig werden. Die Mathematik ist ein gutes Beispiel. Wer sich mit mathematischen Phänomenen befasst, wird tausende von Hinweisen finden. Diese Naturwissenschaft ist voll von faszinierenden Zusammenhängen, welche auf eine göttliche Genialität hinweisen. Der Chemiker und Naturwissenschaftler Peter Plichta hat sich als ursprünglicher Atheist z.B. mit Primzahlen befasst. Dabei hat er Zusammenhänge zu allgemeiner Natur-Wissenschaft entdeckt, welche ihn im Ergebnis dazu geführt haben, dass er eine „göttliche Schöpfung“ für unumgänglich hält.

Mein Aufsatz soll zeigen, dass in vielen kleinen Dingen ein Hinweis auf eine bewusste Schöpfung und damit auf ein Vorhandensein einer absoluten Existenz besteht. Auch wenn wir die Zusammenhänge nicht in den Einzelheiten verstehen. In der Erkenntnis des „Alles ist, was ist“, können wir viele Erfahrungen machen, welche uns in der Erkundung der Zusammenhänge weiter bringen. Erst wenn der Blick geschärft und wir uns für immer mehr sensibilisieren lassen, kommen wir einer Erkenntnis näher. Diese besteht möglicherweise darin, dass bei der Suche nach etwas „Neuem“ eigentlich nur der Schlüssel gefunden werden muss. Bei der Suche danach hilft, das Vorhandene „wahr zu nehmen“. Der Begriff „Wahrnehmung“ deutet mit dem Begriff „Nehmen“ darauf hin, dass alles schon vorhanden ist. Was nicht da ist, kann ich auch nie! nehmen und erst recht nicht bekommen.


Dipl.- Ing. Paul Eltrop, Münster.


Hinweis: Die Informationen in meiner Abhandlung entsprechen nicht in allen Teilen der gültigen Auffassung der „Lehrmeinung“ Sie sind entstanden aus eigenen Erkenntnissen.
 
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